LEXIKON
Wollen Sie mehr wissen über Schweden – auch abseits vom Tourismus? Im Lexikon gibt es dazu weitreichende Information. Wie ist die Thronfolge der schwedischen Monarchie geregelt und warum feiert man das Midsommar-Fest? Wie bereitet man einen echten schwedischen Glögg zu und wie fragt man auf Schwedisch nach dem Weg?
ARCHITEKTUR
Forschungsgebäude von AstraZeneca
in Mölndal, erbaut von Wingårdhs Architekturbüro
in Göteborg Bild: Wingårdhs Arkitektkontor AB, Göteborg
Einleitung
Die schwedische Architektur des 20. Jahrhunderts zeugt von einem Jahrhundert großer Veränderungen. Nachdem sie zunächst eine Kunstart gewesen war, die allein den großen Institutionen der Gesellschaft und deren reichsten Bürgern vorbehalten war, stellte sich Schweden jedoch bald darauf ein, ein gutes Wohnmilieu für alle Bürger zu schaffen. Das Ergebnis dieser öffentlichen Planung und des umfangreichen sozialen Wohnungsbaus, der darauf folgte, ist heute überall im Lande zu sehen.
Hohe Ambitionen und relativ großzügige Mittel haben Schweden einen einzigartigen Wohnstandard beschert. Dies hat auch zu einem jungen Baubestand geführt, bei dem mehr als die Hälfte des Wohnraums erst nach 1960 gebaut wurde.
Die Architekten in Schweden
Zehntausend Jahre nachdem sich das Inlandeis aus Schweden zurückgezogen hatte, ist Schweden nach wie vor ein dünn besiedeltes Land. Als das Land Ende des 19. Jahrhunderts industrialisiert wurde, entstanden nicht in erster Linie städtische Unternehmen. Eisen und Holz waren die grundlegenden Wirtschaftszweige, die die Landwirtschaft ersetzten. Die Unternehmen mußten dorthin verlegt werden, wo ein direkter Zugang zu Wald und Wasserkraft bestand. Erst in den 30er Jahren war die Bevölkerung in den Städten größer als die auf dem Lande. Deshalb besitzt Schweden nicht die gleiche Art von städtischer Kultur wie Mitteleuropa. Stockholm ist die einzige Millionenstadt des Landes, und auch dort leben die Menschen in Nähe zur Natur und sind daran gewöhnt, sich auf großen Flächen bewegen zu können. Im Sommer verlassen denn auch die meisten Städter die Stadt, um während des Urlaubs auf dem Lande zu leben.
Der moderne Architekt – ein Unternehmer, der verschiedene Arten von Gebäuden für verschiedene Arten von Auftraggebern entwirft – existiert in Schweden erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts, aber die wirkliche Expansion dieses Berufes kam erst mit dem Bauboom der Industriegesellschaft in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Damals tauchte eine Menge neuer Bauaufgaben auf, die neue Lösungen erforderten – die Infrastruktur wurde in kurzer Zeit von einem sehr niedrigen Niveau zu einem der besten der Welt aufgebaut. Dafür waren Bahnhofsgebäude, Post- und Telegrafenämter erforderlich. Für die neue Gesellschaft wurden auch Industriegebäude, Verwaltungsgebäude, Krankenhäuser, neue Kirchen und Wohnhäuser gebraucht. Während des 19. Jahrhunderts wurden diese Aufgaben in der Regel im Rahmen der Beaux-Arts- Tradition gelöst. Herausragende Architekten dieser Zeit waren u.a. Fredrik Wilhelm Scholander, Helgo Zettervall, F G A Dahl, Isak Gustaf Clason und Adolf Wilhelm Edelsvärd. Der letztere hatte den damals nicht ungewöhnlichen Hintergrund eines Fortifikationsingenieurs: Vieles in der bautechnischen Entwicklung des 19. Jahrhunderts stammte von Ingenieuren mit militärischer Vergangenheit.
Um die Jahrhundertwende hatte Schweden etwa 5 Millionen Einwohner und etwa dreihundert Architekten. Die meisten arbeiteten in einer der größeren Städte – Stockholm, Göteborg oder Malmö und Umgebung. Seit 1877 lag die Grundausbildung für Architekten bei den Technischen Hochschulen. Um die Jahrhundertwende war das Ausbildungsniveau jedoch sehr unterschiedlich, ein regelrechtes Architektstudium konnte man lediglich an der Kgl. Technischen Hochschule (Kungl. Tekniska Högskolan, KTH) in Stockholm aufnehmen. Der Titel Architekt war in Schweden nie gesetzlich geschützt, weshalb auch andere Ausbildungsmöglichkeiten angeboten wurden, z.B. an der Chalmers Technischen Lehranstalt, seit 1937 Hochschule (Chalmers tekniska högskola), in Göteborg. Viele entschieden sich dafür, die Ausbildung durch ein Studium an der Architekturschule der Kunsthochschule (Konsthögskolan) aufzustocken. Heute haben im Prinzip sämtliche, dem Reichsverband Schwedischer Architekten SAR (Svenska Arkitekters Riksförbund, SAR) angeschlossenen Architekten ein Examen an einer der Technischen Hochschulen in Stockholm, Göteborg oder Lund abgelegt. Ein zusätzliches Studium an der Kunsthochschule stellt aber immer noch eine attraktive Fortbildungsmöglichkeit dar.
Die Architektur in einer Zeit des Umbruchs
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts strebten die Architekten nach einer künstlerischen Befreiung von der akademischen Stilarchitektur. Ein frühes Vorbild war der amerikanische Architekt Henry Hobson Richardson, dessen asymmetrische Kompositionen das Baumaterial selbst in skulpturalen Formen spielen ließen. In Gebäuden wie der Feuerwache in Gävle (1890) von Ferdinand Boberg (1860–1946) und der Dickson'schen Volksbibliothek in Göteborg (1897) von Hans Hedlund (1855–1931) fand diese frei komponierte Architektur nachhaltigen Niederschlag in der schwedischen Baukultur.
Neben den amerikanischen Einflüssen wurden zu Beginn dieses Jahrhunderts Ideen aus Großbritannien, Dänemark, Deutschland und Österreich importiert, welches eine besonders reiche und vielgestaltige Architektur hervorbrachte. Aus Großbritannien wurden die Ideen der Arts & Crafts-Bewegung durch Architekten wie Carl Westman (1866–1936), Ragnar Östberg (1866–1945) und Torben Grut (1871–1945) vermittelt. Die auf den Voraussetzungen des Materials und handwerklichem Können fußende Formgebung wurde als Alternative zu der zunehmend stereotypen Massenproduktion der Industriegesellschaft gesehen. Aus Dänemark und Deutschland wurde eine Backsteinbautradition übermittelt, die in kürzester Zeit Wurzeln in der schwedischen Baukultur schlagen sollte. Aus Österreich wurden u.a. Carl Bergsten (1879– 1935) und Georg A Nilsson (1871–1949) zu einer modernen, geometrischen Architektur ohne Anleihen bei den Formen des Klassizismus angeregt. Auch Architekten wie Ernst Stenhammar (1859–1927) und Erik Josephson (1864–1929) arbeiteten mit einer geometrischen Formsprache, in der Stahl und Glas eine herausragende Rolle spielten.
Ein Projekt von einzigartiger Spannweite war der Bau der völlig neuen Stadt Kiruna hoch oben im nördlichsten Schweden um das Jahr 1900. Um ein großes Eisenerzvorkommen abbauen zu können, wurde in kurzer Zeit, zum größten Teil nach Entwürfen des Architekten Gustaf Wickman (1858–1916), mitten in der Wildnis eine ganze Stadt aus dem Boden gestampft, deren Kirche (1902–12) eine Synthese zwischen nordischer Holzarchitektur und amerikanischem shingle style darstellt.
Mit der Expansion der neuen Mittelschicht geriet das bürgerliche Privathaus in den Mittelpunkt des Architekteninteresses, welches in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zum Bau vieler schöner Villen überall im Lande führte.
Tonangebend wurden jene Architekten, deren Vorbilder die schwedische Natur und Kulturgeschichte waren. Eine neue Architektengeneration entdeckte die zuvor völlig in Vergessenheit geratene Bauerntradition wieder. Durch Dokumentationsreisen und Druckwerke wurde das Wissen über die reiche einheimische Baukultur, von den Schlössern und Herrensitzen der Renaissance und des Barocks bis zu der schwedischen Blockhaustradition verbreitet. Diese Kenntnisse verschmolzen mit den Einflüssen der Arts & Crafts-Bewegung zu einer sensiblen und oft sehr persönlichen Architektur in Holz und Backstein. Als eine Art Einführung in diese »nationalromantische« Architektur kann das Gebäude der Ärztegesellschaft in Stockholm (1904) von Carl Westman gelten. Das Röhs'sche Museum in Göteborg (1914) und das Stockholmer Rathaus (1914) des selben Architekten sind weitere bedeutende Gebäude in diesem Stil, ebenso wie das Stockholmer Stadion (1912) von Torben Grut und die Engelbrektskirche (1914), ebenfalls in Stockholm von Lars Israel Wahlman. Erik Lallerstedt (1864–1955) entwarf Bahnhöfe, Büros und Institutionsgebäude in dem gleichen monumentalen Stil.
Als Hauptwerk dieser Periode kann das Stockholmer Stadthaus (1903–1923) von Ragnar Östberg bezeichnet werden. In der Gestaltung seiner Masse wirkt das Gebäude – so wie es die Ecklage und das Wasser dominiert – wie ein Gedicht in Backstein. Die Innenräume sind für zeremonielle Zwecke gestaltet und spiegeln das Interesse der späten Jahre des ersten Jahrzehnts unseres Jahrhunderts für den Klassizismus der Zeit um 1800 wieder.
Neben Östberg haben Architekten wie Ivar Tengbom (1878–1968) und Gunnar Asplund (1885–1940) großartige Gebäude in jenem neoklassizistischen Stil der ersten beiden Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts gebaut, der international unter dem Namen Swedish Grace bekannt geworden ist. Tengbom arbeitete weitgehend für Großunternehmen. Seine Durchbruchsarbeit, das Bankhaus Enskilda Banken (1915) in Stockholm, fiel noch in den Beginn des Neoklassizismus, während sein Hauptgeschäftssitz der Schwedischen Zündholz AG (Swedish Match Company) in Stockholm (1928) dessen Höhepunkt darstellte.
Gunnar Asplund ist der international bekannteste Architekt Schwedens. Sein spielerisch irregulärer Klassizismus erregte im Postmodernismus der 80er Jahre erneutes Interesse. Asplund gelang es, während seiner relativ kurzen Schaffensperiode, seine Genialität in einer Reihe unterschiedlicher Stilarten unter Beweis zu stellen. Nach der massiven Mauerbehandlung des ersten Jahrzehnts dieses Jahrhunderts erhielten seine Gebäude in den 20er Jahren einen spürbar leichteren Ton, um dann in den frühen 30er Jahren in einem reduzierten, kubistischen Modernismus zu erscheinen. Gegen Ende der 30er Jahre wurde der strenge Rationalismus aufgeweicht und natürliches Baumaterial in weicheren Formen spielte eine zunehmend größere Rolle. Zu den Höhepunkten seiner klassizistischen Produktion gehören das Gerichtsgebäude des Gerichtsbezirks Lister in Sölvesborg in Südschweden, von 1919–21, die Villa Snellman (1918), Djursholm, nördlich von Stockholm, sowie die Stockholmer Stadtbibliothek von 1927. In Zusammenarbeit mit Sigurd Lewerentz (1885–1974) gestaltete Asplund den Waldfriedhof im Süden Stockholms (1914–40), eine Anlage, die für die moderne Landschaftsplanung richtungsweisend geworden ist und mehrere schöne Kapellen von Asplund und Lewerentz enthält.
Frühe Planungen
Um die Jahrhundertwende wurden vielerorts im Lande wichtige Stadtplanungswettbewerbe durchgeführt, bei denen die Ideen des österreichischen Architekten und Stadtplaners Camillo Sitte über eine künstlerische Behandlung des Straßenraumes unter Berücksichtigung der örtlichen Voraussetzungen Anklang fanden. Hier zeichnete sich vor allem die Stadt Göteborg durch mehrere weitsichtige Projekte aus. Schon 1861–62 wurde hier der erste Stadtplanungswettbewerb des Landes durchgeführt, da vorauszusehen war, dass die Stadt über die alten Befestigungsanlagen hinaus expandieren würde. Im Jahr 1900 war der alte Stadtplan voll ausgefüllt und die Stadt stand im Begriff, neues, hügeligeres Gelände außerhalb der alten Stadtgrenzen zu erobern, weshalb ein neuer Wettbewerb ausgeschrieben wurde. Diesen gewannen die Architekten Per Hallman (1869–1941) und Fredrik Sundbärg (1860–1913), die Sittes Ideen in Schweden einführten. Die Durchführung übernahm weitgehend Albert Lilienberg (1897–1967). Die Wohngebiete Bagaregården und Kungsladugård gehören zu den größten und am konsequentesten im Geiste Sittes durchgeführten Stadtteilen überhaupt. Zu den Wohnqualitäten dieser Gebiete gehört die im kleinen Maßstab gehaltene Bebauung mit dem für Göteborg charakteristischen Haustyp: einem in Stein gemauertem Fundament und zwei Stockwerken in Holz. Diese sogenannten landshövdingehus erhielten durch Architekten wie Arvid Fuhre (1885–1959) einen einheitlichen, aber würdevollen Charakter.
Ziel der modernen Stadtplanung war, architektonisch homogene Bereiche zu schaffen. Mit dem Götaplatz-Projekt von 1916–23 in Göteborg sollte erstmals in Schweden ein architektonisch großartiger Platz gebaut werden. Die Durchführung zog sich jedoch zeitlich so lange hin, dass die ursprünglichen Vorstellungen letztlich nicht umgesetzt werden sollten. Der Platz bildet mit einer Reihe kultureller Institutionen den Hintergrund zu Göteborgs Prachtstraße Kungsportsavenyn. Das Kunstmuseum mit seinen Terrassen (1923) von Sigfrid Ericsson (1879–1958) und Arvid Bjerke (1880–1952), das Stadttheater (1935) von Carl Bergsten sowie das Konzerthaus (1936) von Nils Einar Eriksson (1899–1978) sind in jeder Hinsicht hochwertige Exponenten ihrer Zeit.
Der schwedische Funktionalismus
Im ersten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts kam man in Schweden zu der Einsicht, dass das Gemeinwesen etwas unternehmen mußte, um den allgemeinen Wohnstandard des Landes zu heben. Nach einer Reihe von sozialen Reformen war die Stellung der Arbeiter im Erwerbsleben und in den politischen Gremien zwar gestärkt worden, doch hatten die Wohnungen nach wie vor einen im internationalen Vergleich sehr niedrigen Standard. Nun wurden innerhalb kurzer Zeit Maßnahmen ergriffen, um die Wohnungen der Arbeiterbevölkerung funktionsgemäßer zu gestalten. Der Architekt Osvald Almqvist (1884–1950) legte auf der Grundlage von Benutzerstudien Vorschläge für standardisierte Kücheneinrichtungen vor, und mit Hilfe staatlicher Wohnraumsubventionen wurden praktische und hygienische Wohnungen gebaut.
Zur Zeit der Stockholmer Ausstellung von 1930, die der modernistischen Architektur in Schweden zum Durchbruch verhalf, waren somit bereits eine Reihe wichtiger Maßnahmen in funktionalistischer Richtung ergriffen worden.
Die Ausstellung hat für die neue Formsprache große Bedeutung gehabt. Chefarchitekt der Ausstellung war Gunnar Asplund, der auch die meisten großen Gebäude in einem leichten und eleganten modernistischen Stil entwarf. Hier wirkten auch mehrere Architekten mit, die später großen Einfluß ausüben sollten, unter ihnen Sven Markelius (1889–1972), später Stadtbaudirektor der Stadt Stockholm und einer der maßgebenden Akteure in der Vorortsplanung, sowie Uno Åhrén (1897– 1977), führender Ideologe des sozial ausgerichteten Funktionalismus.
Ihre politische Verankerung fand die funktionalistische Architektur in der Sozialdemokratie, die zur gleichen Zeit an die Macht gekommen war. Mit gemeinsamen Kräften sollten die Mißstände nun ein für allemal beseitigt werden. Die geplante neue Gesellschaft war das Ziel und der Funktionalismus das Mittel. Schweden übernahm die Visionen der Weimarer Republik von einem breiten, sozialen Wohnungsprogramm. So wurde die Wohnraumplanung auch für die nächsten vierzig Jahre zu der dominierenden Aufgabe der Architektur.
Als ein Stil, der sich von den Fesseln der Tradition befreit hatte, erhielt der Funktionalismus einen hohen Symbolwert, wurde jedoch in seinem frühen, eher abstrakten Charakter im Volke nie sonderlich beliebt. Die flachen Dächer und großen Fensterflächen waren für Skandinavien auch nicht besonders geeignet, ein Faktum, das die Architekten nur mutwillig akzeptierten.
Die Veränderung kam bereits Mitte der 30er Jahre. Als Exponenten der neuen, weicheren und traditioneller orientierten Architektur können zwei Sommerhäuser in den Stockholmer Schären gelten, die Gunnar Asplund und Eskil Sundahl (1890–1974) zu ihrem eigenen Gebrauch entworfen und gebaut haben. Mit ihrer gemütlichen Atmosphäre, die nicht zuletzt der Dominanz der offenen Kamine in den Innenräumen zu verdanken ist, stehen diese Gebäude dem angelsächsischen Wohnungsideal des ersten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts näher, als den Bauhaus- »Laboratorien«. Damit wurde eine Periode eingeleitet, in der die doktrinären Lösungen des Funktionalismus aufgeweicht wurden und der konkrete Backstein den abstrakten, weißen Beton als Fassadenmaterial ablöste. Der Funktionalismus blieb als Prinzip erhalten, aber er vereinigte sich mit traditionellen Elementen zu einer »funktionellen Tradition«. Als ein Hauptwerk dieser Periode gilt Gunnar Asplunds Anbau zum Göteborger Rathaus (1936), ein Projekt, das ihn zu diesem Zeitpunkt mehr als zwanzig Jahre begleitet hatte.
Die sozialen Bestrebungen, der Frau den Weg zur Berufstätigkeit zu ermöglichen, führten zu Experimenten mit sogenannten Kollektivhäusern, in denen gewisse Funktionen wie Putzen, Kochen, Kinderbetreuung und Wäsche von hierfür eigens angestelltem Personal übernommen wurden. In der John Ericssonsgatan in Stockholm wurde 1935 ein viel beachtetes Haus mit eben diesen Funktionen nach Entwürfen von Sven Markelius gebaut.
Die Nachkriegsarchitektur
Schweden ist eine aktive Teilnahme am Zweiten Weltkrieg erspart geblieben. Die Isolation von einem im Krieg stehenden Europa verstärkte jedoch die Rückbesinnung auf die eigene, schwedische Tradition. Die neuen Gebäude, wie das Reihenhausgebiet Friluftstaden in Malmö (1944–48) von Eric Sigfrid Persson (1898–1983) und Erik Bülow-Hübe (1879–1963) wurden in einem milden Klassizismus gestaltet. Armierungseisen und Asphalt waren im Krieg Mangelware, welches zu einer Renaissance des Backsteins als Fassaden- und Dachdeckungsmaterial beitrug.
Auch die Stadtplanung veränderte sich. Der Nachbarschaftsgedanke, der 1929 von dem amerikanischen Soziologen Arthur Perry formuliert worden war, fand in Schweden starken Anklang. So wurden, durch Schaffung kleinerer Einheiten mit Schule, Kindertagesstätte, Gemeinschaftszentrum und Grünflächen, Wohngebiete für die Gemeinschaft konzipiert, u.a. von den Architekten Sven Backström (1903–92) und Leif Reinius (1907–95) und den Brüdern Erik (1901–88) und Tore Ahlsén (1906–91). Die Planung der Nachbarschafteinheiten (neighbourhood units) war der Grundstein der schwedischen Wohnungsproduktion. Schweden sollte damit auch andere Länder beeinflussen. In Großbritannien wurde das Prinzip dieser kleinen und mittelgroßen Wohngebiete mit leicht volkstümlichem Anstrich unter dem Begriff »new empiricism« bekannt und bekam, u.a. in Großbritannien und Italien, eine große Bedeutung für die New-Town-Bewegung.
Die 50er Jahre waren für die schwedischen Architekten ein Jahrzehnt der Expansion. Das politische Modell, das Ende der 20er Jahre unter der Bezeichnung »Volksheim« formuliert worden war, befand sich im Aufwind. Das Modell fußte auf einem harmonischen Verhältnis zwischen den Sozialpartnern. Die Wohnungssubventionen waren nicht auf besonders schwache Gesellschaftsgruppen eingestellt, sondern zielten darauf ab, einen allgemein hohen Wohnstandard zu erreichen, wobei das beengte Wohnen der Feind Nr. 1 war. Mit der regulierten freien Marktwirtschaft sollte der größtmögliche Wohlstand für möglichst viele erreicht werden. »Sweden–the middle way« wurde zu einem Begriff, der in dem gleichnamigen Buch des amerikanischen Journalisten Marquis W Childs von 1936 geprägt worden war. Besondere Aufmerksamkeit erregten Backströms & Reinius’ Sternhaus in Gröndal (1944–46), Stockholm und Rosta in Örebro (1949), Guldheden in Göteborg (1945) von Wejke & Ödéen sowie das Årsta-Zentrum in Stockholm (1943–53) der Brüder Erik und Tore Ahlsén. Hier durfte der Vorort an dem kommerziellen und kulturellen Angebot der Großstadt teilhaben. Die größte Aufmerksamkeit sowohl im In- wie im Ausland erhielt jedoch der Bau von Vällingby (Backström & Reinius, 1952–54), nördlich von Stockholm. Das große Wohngebiet war auf jungfräulichem Boden geplant worden, sollte aber keine Schlafstadt werden, sondern ein lebendiger Stadtteil mit Arbeitsplätzen, Wohnhäusern und einem eigenen Zentrum. Die Zentrumsanlage mit Kino, Theater, Versammlungsräumen, Kaufhaus und Kirche wurde 1954 eingeweiht. Direkt daneben erhoben sich Hochhäuser mit vielen Wohnungen, etwas weiter entfernt niedrigere Mehrfamilienhäuser und in der Peripherie Gruppen von Reihenhäusern. Der Gedanke, Reihenhäuser in »Dörfer« mit 20–30 Häusern zusammenzufassen, bei denen der private Boden begrenzt war, um Raum für größere Gemeinschaftsanlagen zu schaffen, hat in den 50er Jahren große Verbreitung gefunden und wurde oft mit viel Liebe umgesetzt.
Die Zunahme der Freizeit ließ den Bau von »FreizeithäuseIn« zu einem Projekt werden, das in der Bevölkerung immer mehr Anklang fand. Als Alternative zu den freistehenden Kleinhäusern initiierte der Architekt Stig Ancker ein Feriendorf (1953–56) am Meer in Haverdal, an der Westküste, das als Gruppensiedlung im Stil der Zeit gestaltet wurde. Schweden hat heute mehr Ferienhäuser pro Einwohner als irgend ein anderes Land.
Die gute Wirtschaftskonjunktur bescherte den Architekten ein breites Betätigungsfeld. Überall im Lande wurden neue Wohngebiete gebaut. Hinter anspruchslosen Fassaden verbargen sich nicht selten interessante Raumlösungen. Es war damals üblich, Villen zu entwerfen, ein Markt, der in den 60er Jahren vollkommen verschwinden sollte und bis heute nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Auf der großen Formgebungsausstellung (Hausratsausstellung) der 50er Jahre, in Helsingborg, schufen Carl-Axel Acking (geb. 1910) und Per Friberg (geb. 1920) einen sinnlichen Pavillon mit Licht und Luft, in dem die abstrakte Ästhetik uneingeschränkt vorherrschte. Die Ausstellung war eine Manifestation, die gleichzeitig eine Wende markieren sollte. Nach 1955 rückten die strukturellen Fragen immer mehr in den Vordergrund.
In der Nachkriegszeit lassen sich in der schwedischen Architektur zwei Tendenzen feststellen. Auf den einen Seite ein »liberaler« Zweig, dessen Wurzeln sowohl im Modernismus als auch im Klassizismus liegen. Im Architektenbüro des Koop- Verbandes wurde ein sachliche und zurückhaltende Architektur geschaffen, die das klassische Erbe von Heinrich Tessenow und Gunnar Asplund in sich vereinigte. Auf diesem Ast wuchsen später Zweige wie die Brüder Ahlsén, Nils Tesch, Nils Ahrbom, Helge Zimdal, Klas Anshelm, Ralph Erskine und Carl Nyrén.
Auf der anderen Seite gibt es eine »intellektuellere« Schule. Hier finden sich Namen wir Paul Hedqvist, Sven Markelius, Bengt Lindroos und Peter Celsing, Architekten, die der internationalen Architektur vielleicht näher stehen, deren Werk jedoch weg von der schwedischen Schlichtheit undenkbar gewesen wäre. Wenn man vom schwedischen Kulturerbe spricht, ist oft von der Bedeutung der »schwedischen Armut« die Rede. Der ausländische Überfluß an Gold und edlen Steinen erhielt in Schweden in Holz und Farbe ein sparsameres Gewand. Rein ästhetisch bedeutet das oft, dass der Ausdruck gesteigert wurde, wenn die Mittel knapp waren.
Große Maßstäbe und Reaktionen
Bis in den 60er Jahren setzte sich der Glaube an das Wirtschaftswachstum fort. Doch nahm der Wohnungsmangel in den Großstädten, trotz zunehmenden materiellen Wohlstands in Form von Autos, Waschmaschinen und Ferienhäusern, immer mehr zu. Um diesem Defizit, das u.a. durch eine große Zuzugswelle aus den ländlichen Gebieten entstanden war, begegnen zu können, wurde 1965 beschlossen, innerhalb von zehn Jahren eine Million neuer Wohnungen zu bauen. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, waren weit entwickelte Vorfabrikationssysteme erforderlich. Die »von der Produktion ausgehende Projektierung« wurde zu einem Begriff, der seinerzeit die gesamte Architektur verändert hat. Bis dahin war die gesamte Bautätigkeit mit handwerklicher Technik bewältigt worden. Das Ziel war im Großen und Ganzen erreicht worden, als Anfang der 70er Jahre die Baukrise eintrat. Die Leute weigerten sich, in die neuen Wohngebiete einzuziehen und die Kritik an den Architekten war hart. Die strukturalistische Architektur eignete sich besser für Verwaltungsgebäude.
Eines der wenigen Objekte, die den skulpturaler ausgerichteten Architekten noch für ihre Arbeit zur Verfügung standen, waren Kirchen. In Zusammenhang mit den neuen Wohngebieten der 50er Jahre entwickelte sich die Schwedische Staatskirche zu einem neuen, wichtigen Auftraggeber. Sigurd Lewerentzs Kirchen in Björkhagen in Stockholm (1956–60) und Klippan in Skåne (1962–66) waren einige der letzten Arbeiten dieses Meisters. Er verfeinerte seinen Baustil zu einer minimalistischen Kunst aus Backstein, Holz und Glas.
Auch Peter Celsing (1920–74) führte mehrere Kirchenbauten in einer sehr kraftvollen Backsteinarchitektur durch. Seine größten Bauten sind das Kulturhaus (1968–73) mit dem Stadttheater sowie die Reichsbank in Stockholm (1968–76). Eine geschichtsfeindliche Einstellung zerstörte während einiger Jahrzehnte große Teile der alten, vielseitigen Bebauung der schwedischen Stadtkerne und ersetzte diese durch eine Ansammlung von Arbeitsplätzen und Geschäften. Celsing sollte, trotz seiner künstlerischen Qualitäten, die Hauptschuld an den verheerenden Abrissen in der Stockholmer City tragen.
Auf der anderen Seite erscheint das Stadtzentrum von Sundsvall seit der Jahrhundertwende so gut wie intakt geblieben zu sein und die großartigen Steigebäude spiegeln die öffentlichen und privaten Vermögen wieder, die in den goldenen Jahren der Holzindustrie in sie investiert wurden.
Nur wenige Architekten waren imstande, das Erbe der 40er und 50er Jahre zu verwalten. Einer davon war der Schotte Ralph Erskine (geb. 1914), der kurz vor dem Kriege des »schwedischen Modells« wegen nach Schweden gekommen war. In einer Zeit, wo das Vertrauen der Allgemeinheit zu den Architekten seinen Tiefpunkt erreicht hatte, wuchs Erskines Popularität im Volke. Das Wohngebiet Nya Bruket in Sandviken (1973–78) sowie das Studentenzentrum der Stockholmer Universität, Allhuset (1979–81), sind zwei Beispiele für seine verspielte und ausdrucksvolle Architektur. Mit dem Wohngebiet Byker in Newcastle, England, setzte sich dieser Architekt auch im Ausland durch.
Auch Carl Nyrén (geb. 1917) erwarb sich mit seiner zurückhaltenden Architektur großes Vertrauen. Seine Architektur hat tiefe Wurzeln in der alten schwedischen Tradition. Mit dem Licht als vorrangigem Gestaltungsmittel ist es ihm gelungen, internationale Trends zu übertragen und mit schwedischen Baustoffen und schwedischen Formen zu vereinigen. Zu den wichtigsten Häusern Nyréns gehören die Gebäude des pharmazeutischen Unternehmens Pharmacia in Uppsala und der Universität Stockholm sowie die Stadtbibliothek in Uppsala.
Als die Kritik an der Großformatigkeit der Bauvorhaben am größten war, wurde die Architektur von einer Lähmung befallen. Die Doktrinen des Funktionalismus fielen in sich zusammen und man suchte nach einer neuen Plattform. Soziologische Studien darüber, wie Menschen Wohngebiete und Arbeitsplätze benutzen, führten zu Experimenten mit sogenannten Verbraucherplanungen (»participation«), bei denen die Einwohner ihre Umgebung selbst gestalten können sollten. Auch die Umweltzerstörung begann, sich auf die Architektur auszuwirken. Die starke Beziehung zur Natur gewann gestaltungsmäßig wieder an Bedeutung, und man begann, mit ökologisch angepaßten Techniken zu experimentieren. Seit den 70er Jahren wurde in Järna, außerhalb von Södertälje, eine ganz besondere Baukultur gepflegt. Dort bauten die Anthroposophen seit den 70er Jahren u.a. Seminare, Wohnhäuser und Krankenhäuser, die unter Leitung von Erik Asmussen in Rudolf Steiners charakteristischen runden und prismatischen Formen gestaltet waren. Die ökologische Anpassung ist heute in besonderen Enklaven mit Häusern, sogenannten »Ökodörfern«, am weitesten verwirklicht worden. Mit dem Ziel einer möglichst niedrigen Umweltbelastung werden diese mit energiesparender Technik, wiederverwertbarem Baumaterial und einer separaten Entsorgung des festen und flüssigen Haushaltsabfalls – einer Technik, die jetzt auch in Mehrfamilienhäusern eingeführt wird – gebaut.
In den 80er Jahren verloren die Gemeinden ihre starke Position in der Planung, die sie seit den 30er Jahren aufgebaut hatten. Statt dessen trat die Wirtschaft in den Vordergrund und diktierte das gesamte Bauwesen in einer für Schweden noch nie da gewesenen Weise. Die Architektur der internationalen Finanzwelt begann auch im schwedischen Bauwesen zu dominieren. Gleichzeitig gedieh in den kleinen Bauvorhaben ein »kritischer Regionalismus«, der sich auf die Tradition und den Charakter des Platzes besann. Architekten wie Jan Gezelius (geb. 1923, Villen, Postämter), Gunnar Mattsson (geb. 1937, Museen, Kulturhäuser), Ove Hidemark (geb. 1931, Restaurierungen), Marianne Dahlbäck & Göran Månsson (geb. 1943 bzw. 1933, Wasamuseum 1990 u.a.m.) verwalteten die »liberale« Tradition bis in die 90er Jahre hinein.
Zeitgenössisches Bauen
Die schwedischen Bauvorhaben der 90er Jahre sind durch eine starke Kontinuität gekennzeichnet. Die Pläne für eine Wohlfahrtsgesellschaft hatten sich mehr als vierzig Jahre lang so gut wie ungestört entwickeln können. Doch kamen im Laufe der Zeiten Anstöße zu Veränderungen aus unterschiedlichen Richtungen. Es ist den Architekten nie gelungen, die starke Rolle, die sie in den ersten beiden Jahrzehnten unseres Jahrhunderts gespielt haben, zurück zu gewinnen. Dagegen hatten sie voll hinter der politischen Initiative der 30er Jahre gestanden und die Minimalnormen entwickelt, die danach so gut wie überall im Wohnungsbau verwandt wurden. Als die Bauindustrie die Bedingungen zu diktieren begann, verminderte sich der Einfluß der Architekten. Mit dem Konjunkturaufschwung der 80er Jahre wurde die Auftraggeberseite zur stärksten Partei. Dies gab den Architekten eine stärkere Position und in der heutigen, relativ begrenzten Produktion sind die architektonischen Ambitionen oft sehr hoch angesetzt. Die beiden erfolgreichsten Exportunternehmen Schwedens, das Pharmaunternehmen Astra und das Elektronikunternehmen Ericsson, haben in mehreren neuen Anlagen die schwedische Tradition der gut erforschten Arbeitsumwelt verwaltet. Beide Unternehmen bedienten sich häufig des architektonischen Könnens Gert Wingårdhs (geb. 1951), der mit dem Öijared Executive Country Club (1988) und Astra Hässle (1988–97), beide außerhalb von Göteborg, Beispiele für eine hochtechnologische Baukunst von internationalem Rang geschaffen hat.
Die großzügigen Investitionen in einen hohen Wohnstandard sowie der Bauboom für Bürogebäude in den 80er Jahren haben zur Folge gehabt, dass Schweden heute weitgehend ausgebaut ist. Die große Aufgabe der Zukunft ist nun, die vorhandene Bausubstanz zu verwalten und darin weiter zu bauen. In Karlskrona wurde auf der Wohnungsmesse 1993 Schwedens Kompetenz bei der Umgestaltung alter Bebauungen zu neuen Zwecken demonstriert. Am Norra Älvstranden in Göteborg wird heute der frühere Werftbereich in Wohnraum und Ausbildungsräume umgewandelt. (Architekten: Arkitekturkompeniet, White Arkitekter u.a.m.)
Eine große Rolle spielt hierbei der sorgfältige Flächennutzungsplan. In allen größeren Projekten arbeiten die Architekten heute eng mit Landschaftsarchitekten zusammen. Seit dem großen Wohnraumprojekt der 30er Jahre haben die schwedischen Landschaftsarchitekten daran gearbeitet, die Gebäude in die Landschaft zu integrieren und die Natur so natürlich wie möglich an die Bebauung anschließen zu lassen. Dies ist ein charakteristischer Ausdruck für die schwedische Einstellung gewesen, die der Natur in allen Situationen einen größeren Stellenwert einräumt, als der Kultur, dem angelegten Garten oder der dichtbebauten Stadt ohne Grünflächen. Erst die figurative Baukunst der 80er Jahre gestattete der Landschaftsarchitektur einen formaleren Ausdruck. Doch sind Spielplätze immer ein wichtiges Element bei der Planung der Außengestaltung der Wohngebiete gewesen und bildeten nicht selten den Mittelpunkt einer Häusergruppe. Zu den meist beschäftigten Landschaftsarchitekten der 90er Jahre gehören Sven Hermelin, Walter Bauer und Per Friberg.
Schweden hat heute etwa 8,8 Millionen Einwohner und an die 5000 Architekten. Ein großer Teil davon arbeitet im öffentlichen Sektor mit übersichtlichen Planungen und Bearbeitungen. Die schlechte Konjunktur der 90er Jahre hat zu einer großen Arbeitslosigkeit in der Baubranche geführt, die die Architekten schwer getroffen hat. Der schwedische Bausektor ist jedoch nach wie vor durch eine Großformatigkeit sowohl in Bezug auf Bauunternehmen als auch auf Architektenbüros geprägt. Unternehmen wie die FFNS-Gruppe und White Arkitekter gehören weltweit zu den größten ihrer Branche und ihre Tätigkeit erstreckt sich auf große Teile der Welt. In den letzten Jahren haben auch ausländische Architekten mehrere aufsehenerregende Projekte in Schweden durchgeführt. Das Eis hat indes der Spanier Ricardo Bofill gebrochen, der ein großes Wohnhaus für HSB (1988–92) im Stadtteil Södra Station in Stockholm entworfen hat. Am hervorragendsten ist jedoch das Gebäude, das sein Landsmann Rafael Moneo für das Moderne Museum (Moderna Museet) und das Architekturmuseum (Arkitekturmuseet) gemeinsam entworfen hat. Beide Museen wurden im Februar 1998 eingeweiht. Auch dänische Architekten wie Tegnestuen Vanndkunsten und Henning Larsen haben mit Wohnungen in Borås (1992) beziehungsweise der Bibliothek in Malmö (1997) wertvolle Beiträge zur schwedischen Architektur geleistet.
Zu den interessanteren zeitgenössischen Bauwerken der schwedischen Architektur gehört die Aula Magna in Stockholm von Ralph Erskine (1997).