LEXIKON
Wollen Sie mehr wissen über Schweden – auch abseits vom Tourismus? Im Lexikon gibt es dazu weitreichende Information. Wie ist die Thronfolge der schwedischen Monarchie geregelt und warum feiert man das Midsommar-Fest? Wie bereitet man einen echten schwedischen Glögg zu und wie fragt man auf Schwedisch nach dem Weg?
AUSSENHANDEL
Nach wie vor ist Deutschland Schwedens wichtigster Außenhandelspartner.
Überblick
Der heutige Wohlstand basiert auf dem internationalen Warenaustausch und der Spezialisierung. Durch ihre Expansion auf den Weltmärkten konnten schwedische Unternehmen in den Bereichen wachsen, in denen sie die relativ besten Leistungen erbrachten, während die schwedischen Haushalte Zugang zum vielfältigen Angebot des Auslands erhielten.
Schweden ist in die internationale Wirtschaft gut integriert. Der Export von Waren und Dienstleistungen entspricht ca. 45% des BSP. Die Exportbranche mit ihren Zulieferbetrieben beschäftigt praktisch über eine halbe Million Menschen in Schweden.
Vom Rohstoffexport zum Wissensverkauf
Von den 1870er Jahren, als die schwedische Exportindustrie entstand, bis in die 1950er Jahre dominierten Produkte der rohstoffbasierten Industriezweige den schwedischen Export. Dabei handelte es sich um Halbstoff, Holzwaren, Erz, Stahl und Papier, aber die metallverarbeitende Industrie wurde sukzessive für die Ausfuhr immer wichtiger. Bereits 1960 übertraf die metallverarbeitende Industrie den Export der rohstoffbasierten holzverarbeitenden Industrie. Auf der Grundlage schwedischer Erfindungen waren erfolgreiche Unternehmen in unterschiedlichen Bereichen entstanden, wie Fernmeldewesen, Energieerzeugung, Ausrüstung für Bergwerke und Bauunternehmen, Kugellager, Maschinen für Landwirtschaft, Textilindustrie, Lebensmittelindustrie usw. Weitere Industriezweige, wie beispielsweise Werften und Büromaschinenherstellung, waren zu der Zeit auch wichtig für den Export, sind jedoch heute von geringer Bedeutung.
Im Zeitraum 1960–75 war die schwedische Industrie sehr erfolgreich. Eine neue Exportindustrie, die Kraftfahrzeugindustrie, wuchs sehr schnell, und Volvo wurde zum größten Exportunternehmen Schwedens. Die metallverarbeitende Industrie kam für fast die Hälfte des Warenexportes auf. Aber auch der Export von Konsumgütern wie beispielsweise Möbel und Textilien begann.
Schweden als Exportnation machte jedoch eine Schwächeperiode ab Mitte der 1970er Jahre bis 1992 durch, als man den festen Wechselkurs aufgeben musste, woraufhin die Krone abgewertet wurde. Die Exporterfolge seitdem sind vergleichbar mit dem erfolgreichen Zeitraum nach dem Zweiten Weltkrieg. In den 1980er Jahren wurden in der schwedischen Politik die Wettbewerbsfähigkeit und die verlorenen Exportmarktanteile häufig diskutiert. Sie waren darauf zurückzuführen, dass Schweden lange zu sehr von seinem Rohstoffexport abhängig blieb und nur in geringem Umfang wissensintensive Produkte exportierte. In den 1990er Jahren ist jedoch der Export von Waren und Dienstleistungen in Relation zum BSP von ca. 30% auf 45% angestiegen. Die Erfolge liegen nur zum Teil an einer günstigeren Kostensituation. Sie beruhen hauptsächlich auf einem schnellen Wandlungsprozess in der schwedischen Industrie zu wissensbasierten Produkten. Der Export von Teleprodukten, Arzneimitteln und IT-Produkten ist immer wichtiger geworden.
Die schwedischen Exportunternehmen
Die Anzahl der exportierenden Unternehmen in Schweden beträgt etwa 50.000. Aber eigentlich kommt eine geringe Anzahl von Konzernen für den größten Teil des Exports auf. Fünfzig Konzerne bewältigen fast zwei Drittel der Ausfuhr. 95% des Warenexports stammen wiederum von knapp eintausend Unternehmen. Diese Zahlen veranschaulichen, wie stark die schwedische Exportindustrie auf große Einheiten konzentriert ist. Die großen Konzerne haben gleichzeitig ihre Produktion größtenteils ins Ausland verlegt.
Dies geht nicht in erster Linie darauf zurück, dass die Produktion aus Schweden abgezogen wurde. Die Unternehmen expandierten häufig durch den Erwerb von Unternehmen in anderen Ländern. Man rechnet mit insgesamt 600.000 Beschäftigten schwedischer Unternehmen im Ausland. Zwei Drittel der Auslandsmitarbeiter der Unternehmen befinden sich in Westeuropa.
Die gestiegene Internationalisierung der Unternehmen hat einen zunehmenden Unterschied zwischen einerseits der Situation der schwedischen Wirtschaft und des Außenhandels und andererseits der Ergebnisentwicklung der schwedischen Unternehmen zur Folge. Als beispielsweise Schweden in den 1970er und 80er Jahren Exportmarktanteile verlor, eroberten die schwedischen multinationalen Unternehmen, wie Studien zeigen, gleichzeitig Marktanteile. Ein weiterer Aspekt der Internationalisierung ist, dass ein wachsender Anteil des internationalen Handels aus konzerninternen Lieferungen besteht. Während schwedische Unternehmen immer mehr Tätigkeiten in andere Länder verlegt haben, gibt es gleichzeitig einen entgegengesetzten Strom in Form ausländischer Investitionen in Schweden, um u.a. schwedisches technisches Know-how zu nutzen. Diese Investitionen haben seit dem Beitritt Schwedens zur EU schnell zugenommen.
Produktverteilung des Exports
Wie bereits erwähnt, hatte der schnelle Anstieg des schwedischen Exports in den 1990er Jahren eine Verschiebung der Zusammensetzung in Richtung wissensbasierter Produkte zur Folge. Schweden hatte traditionell nur einen geringen Lebensmittelexport, dieser hat in den letzten Jahren jedoch schnell zugenommen. Dies beruht teils auf Schwedens EU-Beitritt, der den Export in die EU-Länder erleichtert hat, teils auch auf den Erfolgen eines einzelnen Produktes: schwedischer Wodka. Rohstoffe und Brennstoffe waren lange ein wichtiger Teil des schwedischen Exports, heute machen sie weniger als 8% der gesamten Ausfuhr aus. Holzwaren, Halbstoff, raffinierte Mineralölprodukte sowie Eisenerz sind hier am wichtigsten.
Die chemische Industrie hat für den Export zunehmend Bedeutung erlangt. Eine der Erfolgsgeschichten der schwedischen Wirtschaft aus den 1990er Jahren spielte sich hier in der Arzneimittelindustrie ab, bei den Unternehmen Astra und Pharmacia & Upjohn. Astra fusionierte 1998 mit dem britischen Unternehmen Zeneca. Das Unternehmen AstraZeneca zählt heute zu den größten Arzneimittelunternehmen der Welt. Arzneimittel machen 5% des schwedischen Warenexports aus.
In der Kategorie Halbfabrikate sind die Papierindustrie und die Stahlindustrie am wichtigsten. Diese beiden Branchen kommen heute für insgesamt 13% des Warenexports auf, obwohl das Preisniveau ihrer Produkte unter Druck steht. Traditionell hatten auch sie größere Bedeutung. Beide Branchen werden durch wettbewerbsfähige Unternehmen repräsentiert, die auf hochqualitative Segmente ausgerichtet sind. Eine weitere Branche im Halbfabrikatsektor ist die holzverarbeitende Industrie. Sie ist nicht so wichtig wie die beiden erstgenannten, ihre Ausfuhr ist jedoch in den 90er Jahren schnell gewachsen. Die Bedeutung der metallverarbeitenden Industrie für den Export hat ständig zugenommen.
Mittels Erfindungsgabe, Forschung und Entwicklung sind Produkte mit hohem Qualitätsprofil entwickelt worden, die auf dem Weltmarkt sehr erfolgreich sind.
Die metallverarbeitende Industrie kommt 1999 für 55% des schwedischen Warenexports auf. Hierher gehört die Mobiltelefonie, eine Produktgruppe, die den größten Anteil des schwedischen Exports ausmacht und in den 1990er Jahren am stärksten gewachsen ist. Als Folge wurde Ericsson zum größten Exportunternehmen Schwedens, eine Position, die Volvo zuvor lange innehatte. Dies führt den zweitwichtigsten Sektor der metallverarbeitenden Industrie ein, die Kraftfahrzeugindustrie mit den bekannten Warenzeichen Volvo, Saab und Scania. 1999 verkaufte Volvo den Unternehmensbereich PKW an Ford. Die Rechte am Warenzeichen Volvo wurden dadurch auf das jetzt im Besitz von Ford befindliche Unternehmen Volvo Personenkraftwagen und den Rest von Volvo aufgeteilt, der sich auf LKW, Busse und Baumaschinen konzentriert. Der Export von PKW, LKW und zugehörigen Komponenten hat im schwedischen Export immer größere Bedeutung erlangt und kommt heute für über 12% des Exports auf. Die vielen schwedischen Zulieferer der drei erfolgreichen Autofirmen haben in den letzten Jahren außerdem in immer größerem Ausmaß Marktanteile bei internationalen Autofirmen erobert.
Ausrüstung für Erzeugung und Verteilung von elektrischem Strom ist ein weiterer wichtiger Sektor in der metallverarbeitenden Industrie. Der Konzern ASEA Brown Boveri, ABB, ist das wichtigste Unternehmen. Aufgrund seines binationalen Status (Schweden–Schweiz) steht es nicht auf der Liste der größten schwedischen Exportfirmen, die es ansonsten anführen würde. Weitere wichtige Segmente in der Ausfuhr der schwedischen metallverarbeitenden Industrie sind Werkzeugmaschinen, Ausrüstung für Bergwerke und Bauunternehmen, Kugellager, Ausrüstung für Materialhantierung, Haushaltsgeräte, Flugzeuge sowie wissenschaftliche Instrumente.
Der IT- und Elektroniksektor gehört nur zum Teil zur metallverarbeitenden Industrie.
Sein Anteil an der privaten Wirtschaft ist höher als in den meisten anderen Ländern einschließlich der USA, und seine Bedeutung für den Export ist stark gestiegen, auch wenn die Unternehmen in diesem Sektor häufig auf andere Weise international agieren als durch Export.In der Gruppe sonstige Fertigprodukte müssen Möbel besonders erwähnt werden, die im schwedischen Export schnell gewachsen sind.
Dienstleistungsexport
Der Export von Dienstleistungen betrug 1998 151 Milliarden SEK. Transporte, dabei vor allem die Seefahrt, kommen für 36 Milliarden SEK auf. Reisedevisen machen fast einen gleich hohen Anteil aus, der in den 1990er Jahren schnell gestiegen ist. Schweden verfügt gleichwohl über ein großes, ungenutztes Potenzial als Reiseziel für Touristen. Die Submissionstätigkeiten schwedischer Bauunternehmen bringen ebenfalls eine beträchtliche Menge Devisen ins Land. Der Export von EDV-Beratung, technischen Dienstleistungen sowie Dienstleistungen in Zusammenhang mit Warenhandel macht jeweils einen wichtigen Teil des Dienstleistungsexports aus. Erwähnt werden muss auch die Einnahme von Tantiemen beim Export von Musik und anderer Kulturprodukte.
Import von Waren und Dienstleistungen
Schweden nimmt durch seinen Export ausländische Devisen ein, wodurch schwedische Haushalte und Unternehmen mehr Möglichkeiten haben, importierte Waren und Dienstleistungen zu erwerben. 1998 belief sich der Warenimport auf 542 Milliarden SEK. Der Import ist stärker diversifiziert als der Export. Konsumwaren spielen im Import eine größere Rolle als im Export. Über die Hälfte des Warenimports besteht jedoch aus Produkten der metallverarbeitenden Industrie – sowohl Komponenten und Maschinen für die Industrie als auch Heimelektronik und Kraftfahrzeuge für die Haushalte.
Importierte Lebensmittel sind wichtig für die Lebensmittelversorgung in Schweden. Ihr Anteil am gesamten Warenimport beträgt normalerweise 7–8%. Wichtige Produktgruppen sind Obst, Gemüse, Getränke, Fisch, Kaffee, Gewürze und Getreideprodukte. Der Import von Rohstoffen und Brennstoffen stellt heute einen verglichen mit früher relativ niedrigen Anteil des Importwertes und besteht vor allem aus Erdöl, Holzwaren und Erz. Chemische Produkte machen ein Achtel des Warenimports aus, d.h. einen wesentlich größeren Anteil der Einfuhr als der Ausfuhr. Chemikalien, Kunststoffe und Arzneimittel sind wichtige Teilgruppen.
Unterschiedliche Halbfabrikate nehmen im Import ungefähr den gleichen Rang ein wie chemische Produkte. Die wichtigsten Warengruppen sind nach Größenordnung Stahl, sonstige Metalle, Garn und Webwaren, Papier und Gummierzeugnisse. Produkte der metallverarbeitenden Industrie machen heute über 50% des Warenimportwertes aus. Elektroerzeugnisse und Computer stellen mit 20% des Importwertes die größte Produktgruppe nicht nur im Metallsektor, sondern in der gesamten Einfuhr. Autos, Autokomponenten, Maschinen für verschiedene Industriezweige sowie Instrumente sind weitere wichtige Teilsegmente. Die Gruppe sonstige Fertigprodukte ist, wenn die Gruppe Instrumente ausgeschlossen wird, im Import ebenso wichtig wie chemische Produkte, sie macht also auch ein Achtel des Warenimportwertes aus. Hierzu gehören vor allem Konsumwaren. Bekleidung und Schuhe stehen mit 4 bis 5% des Warenimports für den größten Anteil. Weitere Produktbereiche sind Möbel, Sportartikel, Spielzeug usw.
Der Dienstleistungsimport betrug 1998 171 Milliarden SEK. Reisedevisen sind der wichtigste Posten, der im Import fast doppelt so hoch zu Buche schlägt wie im Export, was das hohe Tourismusdefizit Schwedens widerspiegelt. Der Import von Transportdienstleistungen ist fast ebenso häufig wie der Export. Schweden ist ebenfalls ein großer Importeur verschiedener Arten von Geschäftsdienstleistungen wie Technik und F & E.
Der schwedische Außenhandel nach Land und Region
Der schwedische Außenhandel erfolgt größtenteils mit anderen Ländern in Europa.
Etwa 75% des Exports gehen nach Europa, dieser Anteil ist seit Jahren ziemlich stabil.
Der Handelsaustausch mit den nahen Märkten Norwegen, Dänemark und Finnland ist besonders hoch, seit langem hat Schweden zweistellige Prozentanteile im Außenhandel dieser Länder. In den letzten Jahren haben auch die baltischen Staaten eine ähnliche Position im Handel eingenommen. Außerdem ist Schweden gegenwärtig das Land, das am stärksten im Baltikum investiert.
Seit mehreren Jahren ist Deutschland Schwedens größter Lieferant und Exportmarkt.
Schweden hat ein hohes Handelsdefizit gegenüber Deutschland, während es gegenüber fast allen anderen Ländern einen Handelsüberschuss ausweist. Der Export ist gekennzeichnet durch einen relativ hohen Anteil an Rohstoffen und Halbfabrikaten wie Holzwaren, Halbstoff, Papier und Stahl, aber die Ausfuhr von Arzneimitteln, Telekommunikationsausrüstung, Maschinen, Autos und Kfz-Komponenten ist auch beträchtlich. Die Einfuhr wird dominiert von Produkten der metallverarbeitenden Industrie, bei denen Deutschland Hauptkonkurrent der schwedischen Industrie ist. Deutschland ist auch ein großer Lieferant von chemischen Produkten. Großbritannien ist Schwedens zweitwichtigster Handelspartner. Papier stellt die wichtigste Produktgruppe im Export dar, gefolgt von Telekommunikationsausrüstung.
Holzwaren, Stahl sowie Arzneimittel, PKW, LKW und Kfz-Komponenten sind weitere wichtige Warengruppen im Export. Großbritannien ist Schwedens zweitgrößter Lieferant von Erzeugnissen der metallverarbeitenden Industrie.
Bei den nordischen Ländern ist Norwegen der größte Handelspartner. Norwegen ist häufig der Markt, auf den schwedische Unternehmen ihre Exportanstrengungen zuerst richten, weshalb es mehr schwedische Unternehmen gibt, die nach Norwegen exportieren als auf irgendeinen anderen Markt. Norwegen ist Schwedens wichtigster Brennstofflieferant und auch ein großer Lieferant von Fisch. Aus Dänemark stammt ebenfalls ein hoher Import von Lebensmitteln nach Schweden. Produkte der holzverarbeitenden Industrie sind im schwedischen Export nach Dänemark und Norwegen relativ wichtig.
Die Benelux-Staaten haben als Handelspartner immer größere Bedeutung erlangt.
Dies hat zum Teil statistische Ursachen. Seit Schwedens EU-Beitritt werden Waren, die aus der EU über die Benelux-Länder transportiert werden, als Import aus diesen Ländern verbucht. Auch beim Export in die EU besteht in gewissem Maß der gleiche Messfehler. Trotzdem sind die Länder sowohl als Märkte als auch als Lieferanten von Bedeutung. Frankreich gehört zu Schwedens wichtigsten Exportmärkten, auch wenn häufig darauf hingewiesen wurde, dass die schwedischen Exportanstrengungen noch größer sein könnten, da sich Schwedens Anteil am französischen Import auf einem niedrigeren Niveau befindet als der vieler anderer europäischer Länder. Die wichtigste Produktgruppe im Export sind Komponenten für die Kraftfahrzeugindustrie gefolgt von Papier, Telekommunikationsausrüstung und krafterzeugenden Maschinen. Frankreich ist ein großer Lieferant chemischer Produkte und von Produkten der metallverarbeitenden Industrie.
Der Handel mit Mittel- und Osteuropa hat seit dem Fall des Kommunismus schnell zugenommen. Polen, Russland und die baltischen Staaten sind die wichtigsten Handelspartner. Die USA sind gegenwärtig (1999) Schwedens drittgrößter Exportmarkt. Die Zusammensetzung des Exports weicht insoweit vom für Schweden typischen Muster ab, als ein einziger Industriezweig seit vielen Jahren eine sehr starke Position im Export einnimmt.
Die Autoindustrie macht nämlich mit dem Export von Volvo- und Saab-PKW fast ein Viertel des Exports aus. Weitere wichtige Produktgruppen im Export sind Arzneimittel, Stahl, Kraftausrüstung und Instrumente. Die USA sind ein großer Lieferant von Elektronik, Kraftausrüstung und Transportmitteln. Das pazifische Asien ist im schwedischen Export sehr schnell gewachsen, auch wenn die Asienkrise einen Rückschlag bedeutete. Japan ist größter Exportmarkt und Lieferant in Asien. Der Export nach Japan wird von der metallverarbeitenden Industrie beherrscht, mit Telekommunikationsausrüstung, PKW und Instrumenten als wichtigsten Exportprodukten. Bedeutend ist auch der Export von Holzwaren, Stahl und Arzneimitteln.
Autos und Heimelektronik sind die größte Importgruppe. Die Bedeutung Chinas als Exportmarkt ist schnell gestiegen. Der Export wird stark von Mobiltelefonausrüstung dominiert. Wichtige Märkte sind auch die kürzlich industrialisierten Länder Südkorea und Taiwan sowie die ASEANLänder. Australien ist trotz der Entfernung von Schweden ein wichtiger Exportmarkt.
Weiter verfügt Schweden seit langem über umfassende Verbindungen mit den Ländern Südamerikas. Es gibt vor allem in Brasilien umfassende schwedische Industrieniederlassungen. Zu den wichtigen Handelspartnern in anderen Teilen der Welt zählen vor allem die Türkei, Indien, Ägypten und Südafrika.
Importbestimmungen
Seit dem 1. Januar 1995, als Schweden EUMitglied wurde, gelten die EU-Importbestimmungen beim Import nach Schweden aus Ländern außerhalb der EU. Dies bedeutet u.a., dass bei solchen Importen die Zolltarife der EU und auch die Importrestriktionen der EU gegen bestimmte Importe gelten.
Bei der Einfuhr aus einer Reihe von Ländern, die Freihandelsverträge mit der EU abgeschlossen haben, werden Zollvergünstigungen angewandt. Zu den Importrestriktionen gehören Quoten für bestimmte Textil- und Bekleidungswaren und bestimmte Eisen- und Stahlprodukte, wenn diese Erzeugnisse aus bestimmten Ländern stammen. Die Quoten für Textil- und Bekleidungswaren sollen bis zum Jahr 2005 sukzessiv abgeschafft werden. Gemäß den Richtlinien über freie Beweglichkeit für Waren innerhalb der EU darf es beim Import nach Schweden aus EU-Ländern keine Zölle oder Importrestriktionen geben.