REISEN
Schweden als Urlaubsland – hier finden Sie alles, was Sie dazu wissen sollten.
Wie Sie am besten an Ihr Ziel kommen und worauf Sie beim Reisen in Schweden achten sollten. Was Städte und Regionen Ihnen zu bieten haben. Wo Sie eine Unterkunft finden, was es wo zu sehen gibt und wie Sie Ihren Aufenthalt aktiv gestalten können.
Alkohol
Nach wie vor wird der Zugriff auf Alkohol in Schweden staatlich kontrolliert und ist daher auch nur im so genannten Systembolaget erhältlich – dem staatlichen Alkohol-Laden. Davon ausgenommen ist lediglich leichteres Bier bis zu einem Alkohol-Gehalt von 3,5%, das im Supermarkt verkauft wird. Das Monopol für den Verkauf von alkoholischen Getränken liegt in Schweden beim Staat und das wird – nach einer EU-Entscheidung aus dem Jahr 1998 zumindest vorläufig auch noch so bleiben. Die Öffnungszeiten dieser Läden wurde in jüngster Zeit etwas gelockert, in aller Regel kann man freitags bis 19 oder 20 Uhr einkaufen, samstags von 10 bis 14 Uhr.
Zudem ist Alkohol in Schweden recht teuer – so kostet der billigste Wein im Systemet – wie Systembolaget im Volksmund heißt, derzeit 37 Kronen, also etwa 7,80 DM, was für eine 0,75-Liter-Flasche Lambrusco Rosso nicht gerade billig ist. Je besser die Qualität des Weines jedoch ist, desto geringer sind dann auch die Preisunterschiede zwischen Deutschland und Schweden. Generell fällt auf, dass das Angebot an Wein- und Biersorten im Systembolaget sehr groß ist.
Normales Bier (starköl) kostet ab ca. 10 Kronen, also etwa 2,10 DM für die 0,33-l-Flasche. Auch sehr viele deutsche Biersorten sind im Angebot, wobei für eine 0,5-l-Flasche hier mindestens 3,- DM zu veranschlagen sind.
Daher unser Tipp: Wenn noch Platz im Auto ist, empfiehlt es sich, den Urlaubsbedarf an Alkohol in Deutschland zu decken und zu importieren. Die gelockerten Einfuhrbestimmungen lassen dies ja ohne weiteres zu.
Für ein Bier im Restaurant oder in der Kneipe müssen Sie in Schweden mindestens 7,- DM für ein 0,4-Liter-Glas kalkulieren, für Wein mindestens 8,- DM für das 0,2-Liter-Glas.
Autofahren in Schweden
Im Vergleich zum Verkehrsaufkommen in Mitteleuropa geht es in Schweden noch relativ ruhig zu – Ausnahmen sind hier in gewissem Maße lediglich die Großstädte. Das Fahrverhalten schwedischer Autofahrer ist in aller Regel von Gelassenheit geprägt.
Regeln Tempolimit
Das Tempo ist in Ortschaften auf 50 km/h begrenzt, zum Teil auch auf 30 km/h. Die Schilder mit der 50 wurden durch Ortsschilder ersetzt. Außerhalb geschlossener Ortschaften gilt dann die jeweilige Beschilderung, d.h. auf Landstraßen 70 bis 90 km/h, auf Autobahnen 90 bis 110 km/h.
Da und dort kann die Beschilderung durchaus Verwunderung auslösen – wenn etwa auf einer schmalen schlecht befestigten Landstraße 90 km/h erlaubt sind – auf einer vierspurigen Straße dagegen nur 70 km/h. Aber Vorsicht! Hin und wieder wird kontrolliert und dann kann es teuer werden. Mindeststrafe für zu schnelles Fahren sind 800 Kronen, die Geldbuße kann sich aber steigern auf bis zu 2000 Kronen. Wird die zulässige Geschwindigkeit um mehr als 30 km/h (in der Zone 30 um 20 km/h) übertreten, so wird auch der Führerschein einbehalten bzw. ein Fahrverbot für Schweden verhängt. Für Wohnwagengespanne beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit 80 km/h.
Alkohol am Steuer
Erlaubt sind in Schweden nur bis zu 0,2 Promille Blutalkohol am Steuer. Unser Tipp: Lassen Sie es nicht darauf ankommen und fahren Sie nur völlig nüchtern! Die Strafen sind drakonisch und die Urlaubsfreude dahin. Neben einer drastischen Geldstrafe (1000 DM und mehr kommen da schnell zusammen) gibt es mit Sicherheit auch ein langes Fahrverbot in Schweden. Hat man seinen Wohnsitz in Schweden, kann es bei über 0,2 Promille sogar bis zu sechs Monaten Gefängnis geben!
Sonstiges
• Es ist auch tagsüber stets mit Abblendlicht zu fahren. Der Führerschein ist immer mitzuführen. Eine grüne Versicherungskarte ist zwar nicht Pflicht, aber zu empfehlen.
• In Schweden gibt es oft Überlandstraßen mit einem sehr breiten Seitenstreifen. Dieser sollte als Ausweichspur genutzt werden, um überholende Fahrzeuge vorbeizulassen.
• Ab 20 Meter vor und bis 5 m nach einer Haltestelle für öffentliche Verkehrsmittel darf nicht angehalten werden.
• Sollten Sie einmal in Göteborg oder in Norrköping unterwegs sein: Straßenbahnen haben immer Vorfahrt. Darauf sollten Sie unbedingt achten – Straßenbahnfahrer können da etwas stur sein!
Besondere Verkehrszeichen Gegenverkehr
An schmalen Landstraßen können sie öfter ein Schild sehen, dass ein weißes M auf blauem Grund zeigt. Das »M« steht für mötesplats, zu Deutsch: Treffpunkt. Benutzen Sie also die folgende Ausweichstelle, um den Gegenverkehr passieren zu lassen.
Elchwarnschild
Das Elchwarnschild ist nicht als Souvenir für Touristen gedacht, sondern warnt wirklich vor Elchen! Nehmen Sie also die Warnung bitte ernst und lassen Sie das Schild an seinem Platz. Übrigens: Der Diebstahl von Elch-Schildern hat bereits so überhand genommen, dass überlegt wird, die herkömmlichen Schilder durch neue zu ersetzen. Dort soll dann nur noch das Wort »Elch« stehen – in mehreren Sprachen.
Sonstiges Hilfe
Sollten Sie in Schweden mit einer Autopanne liegen bleiben, können Sie die folgenden Nummern anrufen: Larmtjänst – Telefonnummer 020-91 00 40 Assistancekåren – Telefonnummer 020-912 912
Tanken
Das Tankstellennetz ist in ganz Schweden mittlerweile sehr gut ausgebaut. Zu erwähnen ist, dass die Kraftstoffarten denen in Deutschland nicht ganz entsprechen. In Schweden gibt es Benzin mit 95 und 98 Oktan (teilweise auch noch 96 Oktan). Dies entspricht den Kraftstoffen Super bzw. SuperPlus in Deutschland. In aller Regel wird es daher reichen, wenn Sie 95 Oktan tanken. Vor allem ältere Fahrzeuge, von denen es in Schweden noch eine ganze Menge gibt, benötigen den besseren Kraftstoff.
Die Kraftstoffpreise liegen derzeit höher als in Deutschland. Benzin mit 95 Oktan kostet 9,50 Kronen, also ziemlich genau 2,- DM, Benzin mit 98 Oktan 9,80 Kronen, dies entspricht 2,06 DM (Circa-Werte, Stand 31.07.2001).
Ärztliche Hilfe Grundsätzliches
Das Gesundheitssystem in Schweden wird vom Staat betrieben – daher gibt es gravierende Unterschiede zu Deutschland. Sollten Sie in Schweden krank werden, wenden Sie sich an das lokale Ärzte-Center (vårdcentralen). Hier sind Allgemein- und Fachärzte beschäftigt. Nur in dringenden Fällen wenden Sie sich an die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses (akutmottagning). Die Telefonnummern finden Sie in den gelben Seiten des Telefonbuchs. Auch für die zahnärztliche Hilfe gibt es entsprechende Zentren (folktandvården). Es gibt daneben aber auch selbstständig praktizierende Zahnärzte (tandläkare).
Neben dem Personalausweis sollten Sie auch eine Anspruchsbescheinigung Ihrer Krankenkasse haben (Formular E 111). Generell ist bei Arzt- oder Zahnarztbesuchen in Schweden eine Zuzahlung erforderlich. Diese Kosten schwanken je nach Arzt und Region zwischen 30 und 70 DM. Zur Deckung dieser Kosten müssen Sie eine Auslandskrankenversicherung abschließen.
Apotheken
Die Apotheken haben in Schweden in der Regel montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr geöffnet, samstags von 10 bis 14 Uhr. Dies sind ungefähre Zeiten – sie können von Apotheke zu Apotheke variieren. In größeren Städten gibt es meist eine Apotheke, die täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet hat, zum Teil auch noch länger. Die meisten Medikamente werden nur gegen Rezept verkauft. Dazu müssen Sie vorher einen Arzt aufsuchen – siehe oben.
Notfallnummer
Die zentrale Notrufnummer in Schweden ist die 112 – diese gilt gleichermaßen für die Polizei, Feuerwehr und die Rettungsambulanz.
Einreise und Zollbestimmungen Einreise nach Schweden
Am 25. März 2001 ist Schweden dem Schengener Abkommen beigetreten. Dies bedeutet, dass Bundesbürger für die Einreise nach Schweden über Dänemark keinen Personalausweis oder Reisepass mehr benötigen, sofern sie aus einem EU-Land (außer Großbritannien) oder Norwegen nach Schweden einreisen.
Mitnehmen sollte man den Personalausweis oder Reisepass dennoch auf jeden Fall, um seine Identität angeben zu können. Dies gilt schon beim Einchecken im Hotel oder auf dem Campingplatz – darüber hinaus ist die Polizei selbstverständlich berechtigt, jederzeit Personenkontrollen durchzuführen.
Zollbestimmungen
Auch wenn die routinemäßigen Grenzkontrollen Ende März weggefallen sind, gelten nach wie vor noch gewisse Zollbestimmungen für die Einfuhr bestimmter Waren nach Schweden. Diese wurden zum 1. Januar 2003 für EU-Urlauber, die nach Schweden reisen, weiter gelockert.
Momentan sind pro Person erlaubt:
• 64 (bisher 32) Liter Bier
• 52 (bisher 26) Liter Wein
• 5 (bisher 1) Liter Spirituosen (Alkoholgehalt über 22%)
• 6 Liter Dessertwein (Alkoholgehalt über 15% jedoch unter 22%, sowie Schaumweine)
• 400 Zigaretten oder 200 Zigarillos oder 100 Zigarren oder 550 g Tabak
Damit müsste auch ein längerer Schweden-Urlaub ohne Besuch im Systembolaget zu schaffen sein. Hat man dennoch mehr dabei, müssen diese Waren beim Zoll angemeldet werden. Trotz Schengen-Abkommen hat der Zoll immer das Recht, Stichproben durchzuführen.
Folgende Waren, sind generell anmeldepflichtig – es sei denn, man verfügt bereits über eine gültige Einfuhrgenehmigung:
• Betäubungsmittel gemäß Betäubungsmittelgesetz
• Injektionsspritzen und Kanülen
• Dopingmittel gemäß dem Gesetz über das Verbot gewisser Dopingmittel
• Waffen und Munition gemäß Waffengesetz
• Springmesser, Springstilette, Schlagringe, Wurfsterne, Totschläger, Würgehölzer, Bleidorne, Morgensterne oder ähnliches
Die Formalitäten für die Einfuhr von Haustieren wurden zum 1. Juni 2000 etwas vereinfacht. Dennoch sind die Bestimmungen immer noch recht umfangreich, und es wird empfohlen, sich bereits sechs Monate vor der Reise darum zu kümmern. Die notwendigen Informationen erhalten Sie bei Statens Jordbruksverk, Tel. +46-36-155000, im Internet unter der Adresse www.sjv.se. Hier sind die entsprechenden Antragsformulare auch in deutscher Sprache erhältlich.
Allemannsrätten – »Jedermannsrecht«
Für den Aufenthalt in der freien Natur und den Umgang mit Flora und Fauna gibt es in Schweden ein allgemeines Nutzungsrecht – allemannsrätt genannt. Dies gestattet jedem recht weitgehende Rechte aber auch einige Pflichten, die es zu beachten gilt:
• Man darf sich in der Natur frei bewegen, jedoch nicht auf Hausgrundstücken, auch wenn diese nicht eingezäunt sind, was in Schweden oft der Fall ist. Hier gilt: Außer Sichtweite von Privathäusern bleiben.
• Auch ohne Einwilligung des Eigentümers dürfen Sie eine Nacht zelten, allerdings nicht auf landwirtschaftlichen Nutzflächen oder in der Nähe von Privathäusern. Wenn Sie sich nicht sicher sind, so fragen Sie in jedem Fall den Besitzer.
• Fahren Sie mit motorisierten Fahrzeugen nicht im Gelände.
• Lassen Sie nirgends Abfälle zurück.
• Besondere Vorsicht gilt beim Feuermachen: Lagerfeuer sind nur erlaubt, wenn keine Waldbrandgefahr besteht – daher kann es zeitweilig völlig verboten sein, ein Feuer zu machen. In Natur- und Nationalparks ist es in aller Regel völlig verboten – ebenso wie auf Felsen und Klippen. Achten Sie darauf, dass das Feuer vollständig erloschen ist, bevor Sie die Feuerstelle verlassen! Herabgefallene Zweige und Reisig dürfen zum Feuer machen gesammelt werden. Dagegen darf man keine Zweige abreißen oder gar Bäume fällen! Beeren und Blumen dürfen gepflückt werden, sofern es sich nicht um geschützte Blumen handelt. Im Zweifelsfall stehen lassen! Orchideen sind in Schweden übrigens generell geschützt.
• Baden ist außer in Schutz- oder militärischen Sperrgebieten generell erlaubt.
• Zwischen dem 1. März und dem 20. August sind Hunde anzuleinen – müssen aber auch sonst beaufsichtigt werden.
• Angeln ist nur am Meer und an den großen Seen (Vättern, Vänern, Mälaren...) ohne Angelkarte (fiskekort) gestattet. Sonst bitte immer eine Angelkarte besorgen!
Die Schweden
Mit großer Wahrscheinlichkeit werden Sie beim Zusammentreffen mit Schweden während Ihres Urlaubs positive Erfahrungen machen. Sollten Sie Fragen oder Probleme haben, werden Sie sicher auf hilfsbereite Menschen treffen. Zudem sind die Schweden eher zurückhaltend – wobei natürlich nicht die Gruppe schwedischer Jugendlicher gemeint ist, die auf dem Campingplatz neben Ihrem Zelt gerade die midsommar-Feierlichkeiten abhält.
Diese Zurückhaltung bedeutet jedoch keineswegs, dass die Schweden ein Volk von Schweigern wären. Die Schweden kommunizieren äußerst gern – die Dichte von Internet-Anschlüssen und Mobiltelefonen wäre sonst auch kaum zu erklären.
Schwieriger ist es da schon, eine gemeinsame Sprache für die Kommunikation zu finden. Insbesondere die jüngeren Schweden sprechen recht gut Englisch. Deutsch dagegen ist bei weitem nicht so verbreitet und sollte auch keinesfalls vorausgesetzt werden.
Besonders angetan sind die Schweden natürlich, wenn Sie selbst etwas Schwedisch sprechen. Sie werden Ihnen dann sofort bestätigen, wie toll Sie Schwedisch können und wie talentiert Sie sind. Auch wenn das vielleicht etwas zu gut gemeint ist – Kenntnisse der schwedischen Sprache tun dem gegenseitigen Verhältnis auf jeden Fall gut.
Wenn Sie bei Schweden eingeladen sind, vergessen Sie nicht, am Eingang die Schuhe auszuziehen. Was in Deutschland eher Befremden auslösen würde – in Schweden gehört es zum guten Benehmen und nicht jeder Gastgeber würde es wagen, Sie darauf aufmerksam zu machen. Begegnen Sie Ihrem Gastgeber in den Tagen nach der Einladung wieder, versäumen Sie es nicht, sich nochmals für die Einladung bei ihm zu bedanken – auch dies ist allgemein so üblich.
Weitere Tipps Einkaufen
Im Gegensatz zu Deutschland sind die Ladenöffnungszeiten in Schweden nicht generell geregelt. Jeder Ladenbesitzer kann öffnen, wann er es für richtig hält. In der Praxis ist es so, dass große Läden bzw. Supermärkte abends oft bis 21 Uhr – teilweise auch noch länger geöffnet haben. Samstag und Sonntag (!) schließen sie dann in der Regel um etwa 18 Uhr. Am Wochenende sind die Schweden jedoch keine Frühaufsteher – vor neun Uhr steht man daher vor verschlossenen Türen.
Aber nicht nur die Lebensmittelhändler nutzen diese Großzügigkeit des Gesetzgebers – auch IKEA hat beispielsweise in Schweden sonntags bis 20 Uhr abends geöffnet. Generell lässt sich sagen, dass eher die Größe als die Branche entscheidend ist. Kleinere Einzelhändler in den Innenstädten lassen ihre Läden sonntags im allgemeinen geschlossen.
Telefonieren
Wenn Sie von Schweden aus nach Deutschland telefonieren wollen, müssen Sie 0049 vorwählen, den Signalton abwarten und von der deutschen Ortsnetzkennzahl die »0« weglassen. Von Deutschland nach Schweden müssen Sie »0046« vorwählen und ebenfalls die »0« der Ortsnetzkennzahl weglassen. Für die öffentlichen Telefonzellen brauchen Sie eine Telefonkarte, die Sie in jedem Pressbyrå erwerben können. Hier gibt es Karten mit 30, 60 oder 120 Einheiten – diese kosten ca. 35, 60 bzw. 100 Kronen.
Wollen Sie mit Ihrem deutschen Handy telefonieren, so können Sie auf einen der schwedischen Provider Comviq, Europolitan oder Telia zurückgreifen. Die Minutenpreise liegen bei 1,50 bis 1,80 DM – z.T. in der Nebenzeit auch günstiger. Die genauen Konditionen erfahren Sie über Ihren Anbieter in Deutschland.
Kino
Wenn Sie in Schweden ins Kino wollen, müssen Sie dazu nicht unbedingt Schwedisch können – gezeigt werden die Filme immer im Original. Ausländische Filme werden mit schwedischem Untertiteln unterlegt. Auch deswegen können Skandinavier in der Regel gut Englisch – sie sind einfach etwas öfter damit konfrontiert. Wenn Sie am Wochenende eine Abendvorstellung besuchen wollen, empfiehlt es sich, vorher die Karten zu besorgen. Sonst könnten Sie eventuell vor einem ausverkauften Kino stehen.
Geld
Wenn Sie einfach nur deutsches Geld in schwedisches tauschen wollen, empfiehlt es sich, eine der Forex-Filialen aufzusuchen – die Sie außer in Stockholm, Göteborg und Malmö auch noch in 12 anderen schwedischen Städten finden. Der Wechselkurs ist dort meist etwas günstiger als bei den Banken. Mit der EC-Karte und Ihrer Geheimzahl können Sie an den meisten Geldautomaten in Schweden Geld abheben – Euro-Schecks werden aber in Schweden nicht mehr angenommen! Zu beachten ist, das viele Bankfilialen in Schweden nur von 10 bis 15 Uhr geöffnet haben – nur an manchen Tagen auch länger. Kreditkarten sind in Schweden als Zahlungsmittel längst gang und gäbe und werden nahezu überall akzeptiert.
Wichtig: Schweden nimmt (zunächst) an der gemeinsamen EURO-Währung nicht teil – Sie müssen also nach wie vor Ihr Geld für den Schweden-Urlaub tauschen.
Essen gehen
Schweden eilt – oft zu Unrecht – der Ruf voraus, ein teures Urlaubsland zu sein. So ist es beispielsweise überhaupt kein kostspieliges Vergnügen, Mittagessen zu gehen. Denn beim schwedischen »lunch« schließt der Preis in aller Regel ein Getränk, den Salat, Brot mit Butter und auch den Kaffee nach dem Essen mit ein und das schon zu Preisen ab 45 Kronen (ca. 9,50 DM). Oft stehen dabei zwei bis drei Gerichte zur Auswahl. Abends sieht es dagegen etwas anders aus. Da sollte man dann schon auf spezielle Angebote achten bzw. mit kleineren Speisen vorlieb nehmen, sonst kann es etwas teuer werden. Wobei man auch nicht gleich die Urlaubskasse dafür verpfänden muss.
Kaffee trinken
Kaffee ist eine Art Nationalgetränk in Skandinavien. Die Schweden trinken sehr viel davon und außerdem ist der Kaffee in Schweden auch recht stark. Beim Bummel durch schwedische Städte fällt einem die hohe Dichte an gemütlichen Cafés auch schnell auf. Diese bieten neben Backwaren auch belegte Brötchen oder Baguettes (smörgås) oft auch kleine Speisen an.
Eine weitere schwedische Besonderheit ist påtår – das bedeutet, dass die zweite Tasse Kaffee gratis ist. Hin und wieder werden auch ein paar Kronen für die zweite Tasse verlangt. Doch wie gesagt, der Kaffee ist recht stark und die zweite Tasse muß man erst mal vertragen.